Höchster Kreisblatt 01.11.2025
(dpa) Die Europäische Zentralbank (EZB) treibt die Arbeit an einem digitalen Euro voran und peilt eine Einführung im Jahr 2029 an. Voraussetzung ist, dass es bis dahin einen Rechtsrahmen dafür gibt. Unabhängig von der noch ausstehenden Einigung auf politischer Ebene beschloss der EZB-Rat, die Vorbereitungen der Notenbank für einen digitalen Euro fortzusetzen. „Wenn die Gesetzgebung im Laufe des Jahres 2026in Kraft tritt, könnte2027 ein Pilotprojekt starten, und das Eurosystem sollte für eine erste Ausgabe des digitalen Euro im Jahr 2020 bereit sein“, teilte die Notenbank in Frankfurt mit. In Zusammenarbeit mit Zahlungsanbietern, Händlern und Verbrauchern wollen die Währungshüter den digitalen Euro fit für die Praxis machen. Ab Mitte 2027 könnten testweise erste Transaktionen durchgeführt werden, hieß es. Seit Jahren tüfteln die Euro-Währungshüter an einer Variante der europäischen Gemeinschaftswährung. Nach Arbeiten an Technologie und Datenschutz hatte die EZB am 01. November 2023 eine auf zwei Jahre angelegte erste Vorbereitungsphase gestartet. Verbraucherbekämen einen digitalen Euro in einer digitalen Geldbörse, einer sogenannten Wallet, gutgeschrieben und könnten in Sekundenschnelle rund um die Uhr zum Beispiel per Smartphone bezahlen. Die Kosten für das gesamte Projekt, das Banken und Sparkassen nach wie vor mit viel Skepsis verfolgen, schätzt die EZB bis 2029 auf rund 1,3 Milliarden Euro für das Eurosystem. „Die anschließenden jährlichen Betriebskosten werden ab 2029 auf etwa 320 Millionen Euro pro Jahr veranschlagt“, teilte die EZB mit. Mit einem digitalen Euro wollen die Euro-Notenbanken privaten Anbietern vor allem aus den USA, wie PayPal, Mastercard und Visa, die derzeit den Markt für digitale Zahlungen in Europa dominieren, ein europäisches Angebot entgegensetzen.
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